Phil Shoenfelt am 13.01.2012 in Dresden

2012-01-08 15:17 von Andreas Saulig

13. Januar 2012: Tante Ju

Phil Shoenfelt / Southern Cross (UK/CZ), + New York Junk (USA) + The Deadbeat Poets (USA)


Phil Shoenfelt
aus England ist ein Urgestein des Rock n Roll, seine Künstler-Biografie liest sich wie die Hall of Fame: Velvet Underground, Swans und nicht zuletzt sein Freund Nick Cave. Mit allen hatte er irgendwie zu tun, tourte mit ihnen und ließ sich inspirieren. Waren seine, in Dresden, absolvierten „unplugged“ Auftritte mit Bandkollege und Multiinstrumentalist Pavel Cingl in den letzten Jahren bereits große Erfolge, so dürfte der 2. Auftritt in der Tante Ju, mit der kompletten Band Southern Cross, wohl wieder ein echtes Highlight für Fans und Neueinsteiger werden. Die Songs erscheinen nun härter, düsterer und zum Teil in einem völlig neuen Gewand. Dunkle, romantische Phantasien, eingehüllt in eine paranoide, tragische Melancholie. Phil's Texte legen eine Verbindung zu Autoren wie Edgar Allen Poe und Marquis de Sade nahe. Kritiker bescheinigten einst: „...die Nähe zu Nick Cave ist unverkennbar, allerdings scheint Cave im direkten Vergleich die Frohnatur zu sein“! Von ihren letzten Auftritten in New York haben Phil Shoenfelt und seine Band aber weit mehr als Erinnerungen mitgebracht. Die mitreisenden Bands werden exklusiv nur in Prag, Dresden und Berlin zu sehen sein.


The Deadbeat Poets (USA)
The Deadbeat Poets sind vier Veteranen der Rockszene von Yongstown und Cleveland / Ohio. Bassist Frank Secich begann Mitte der 1970er in der Power-Pop-Band Blue Ash Musik zu machen, Gitarrist Terry Hartman begann in den 1980ern bei The Backdoor Men und Terry And The Tornados, Lead Gitarrist Pete Drivere und Schlagzeuger John Koury spielten seit dieser Zeit bei den Lokalhelden The Infields. Im Jahr 2006 fand sich das Quartett zusammen, um als The Deadbeat Poets gemeinsam zu musizieren. Das erste Album erschien bereits ein Jahr später unter dem Titel „Notes From The Underground“, mit „Circus Town“ liegt inzwischen auch ein Nachfolger vor. Auf beiden Alben hauen The Dead Beat Poets den Hörern ihre fluffige Mischung aus Power Pop und Rock um die Ohren, die das Tanzbein zucken lässt. Live legen die Jungs dann sogar noch eine Schippe drauf.


New York Junk (USA)
Bisher haben New York Junk erst ein Album veröffentlicht: „Passion of the 10th st. Blues” heißt das 2008 erschienene Werk. Wer nun aber denkt, hier stehen Jungspunde an den Instrumenten, der irrt, denn die vierköpfige Band besteht aus gestandenen Musikerinnen und Musikern. Cynthia Ross am Bass startete bereits 1977 mit ihrer Band The „B“ Girls. Das All-Female-Quartett aus Toronto stand mit The Clash und Blondie auf der Bühne. Sänger und Gitarrist Joe Sztabnik und sein Schlagzeuger Gary Barnett spielten mit ihrer Band The Dragons bereits im legendären New Yorker Clubs CBGBs zusammen. Sztabnik war ein Kumpel von Deedee Ramone und Johnny Thunders. Als Nummer vier steht Tambourin-, Harfe- und Keyboardspieler Alex Topp auf der Bühne. Gemeinsam stellen die New York Junks einen schmutzigen, angepunkten Bluesrock mit Garagen-Appeal auf die Bretter, bei dem The Velvet Underground, Iggy and the Stooges, The Yardbirds, Bob Dylan, die frühen Stones aber auch James Brown über den Zaun schauen. Da wird manch jüngerer Musiker vor Ehrfurcht erblassen.


 

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