CD Review: AUTODAFEH – Act Of Faith

2012-01-08 22:21 von Andreas Saulig (Kommentare: 0)

AUTODAFEH – Act Of Faith


Dass guter EBM sehr gerne aus Skandinavien kommt ist schon mehr als eine Binsenweisheit. In dieses Raster fällt auch das südschwedische Trio AUTODAFEH, welches mit „Act Of Faith“ bereits den dritten Longplayer auf den Markt wirft. Die drei Jungs zelebrieren hier die Hohemesse der klassischen Electronic Body Music mit den ihr eigenen stampfenden Rhythmen und den Stakkato-Shoutings. Sie bewegen sich damit exakt im Fahrwasser der immer wieder zitierten und bemühten Legenden wie DAF, DIE KRUPPS oder auch NITZER EBB. Exakt auf Letztere (neben FRONT 242) beruft sich AUTODAFEH auch ausdrücklich. Natürlich greift die Band auch aktuelle Strömungen auf, zitiert moderne Bands wie zum Beispiel JÄGER 90. Dennoch schafft es AUTODAFEH, sich eigene Trademarks zu ergründen. So wohnt den Songs ein nicht zu unterschätzender Electro-Anteil inne, der den puristischen Stil des EBM immer wieder auflockert. In ihren Geschmacksstrukturen dogmatisch gefangene Stiefelträger dürften ob dieser Öffnung hin zum Elektro (unter mitunter Techno) empört die Nase rümpfen. Für alle anderen jedoch ist „Act Of Faith“ eine sehr ansprechende Mixtur aus melodiösen und harten Rhythmen. Tanzbarkeit darf hier ohnehin vorausgesetzt werden. Für den treibenden Sound der Scheibe sorgt nicht zuletzt Produzent Andreas Andersson, der bereits für etablierte Acts wie PORTION CONTROL, COVENANT und VNV NATION an den Reglern saß. Wem reiner Electro zu brav und im Gegensatz der klassische EBM zu martialisch ist findet mit „Act Of Faith“ eine attraktive Alternative. Anspieltipps: „Killer“ und „Wheel Of Faith“.


Trackliste:
01.   Heaven Screams
02.   Killer
03.   Land Of Nothing
04.   Reality Shock
05.   Make Us Believe
06.   Watch Out
07.   Treasure Hunt
08.   Wheel Of Faith
09.   Promises
10.   Camp Intel
11.   Fuel Of Fire (2011)
12.   Divided We Fall (2011)


Rezension: Jochen Gehler

 

nachtaktiv

Zurück

Einen Kommentar schreiben