2012-01-08 19:49 von Andreas Saulig (Kommentare: 0)
CD Review: Diodati - Diem supremum obire
Diodati, das sind Elias (Kontrabass, Klavier, Komposition & Arrangement), Gwydion (Texte, Gesang & Arrangement) und zu guter Letzt Max „Svyati“ Sellmeier der sich bei dieser, von emotionaler lyrischer sowie musikalischer Tiefgründigkeit geprägten Formation für Cello, Komposition & Arrangement verantwortlich zeigt. Ihr im Oktober 2011 über Körperschall Records und Echozone veröffentlichtes Werk „Diem supremum obire“, zu Deutsch (lat.: dem letzten Tag entgegengehen) beherbergt 12 Titel, die zu tiefst berühren, Herzen streifen und verlorene Seelen einfangen. Die Kerzen brennen, der im Geschmack vollmundige Rotwein fließt in unsere Kehlen und schärft die trüben Sinne, unser Verstand ist hellwach und bereit für den Schicksalstag. Diodati reisen mit stimmungsvoller Melancholie durch die Zeit von Klassik, Jazz & Avantgarde-und würzen diese musikalische Speise mit einem kräftigen Schuss Gothic und ein, zwei Prisen New Wave. Beim hören und genießen dieser Scheibe werden Erinnerungen an musikalische Größen wie z.B. The Inchtabokatables & Deine Lakaien wach. Hier wird aber nicht abgekupfert, sondern das Eigene Ich, das Bild vom letzten Tag unaufhaltsam vom Innersten nach außen gekehrt. Das Album vergeht wie im Flug, es ist wie der Traum einer stimmlich-künstlerischen Darbietung, der sich, mit allen, auf dem Silberling dargebotenen Instrumenten wirkungsvoll in Szene setzt und nachhaltig vereint.
Anspielttipps:
Hora suprema
(Der Tod eines Soldaten) Lili Marleen
(Der Tod eines Ich) Just a Mirror
(Der Tod der Zuversicht) Pack of Lies
Tracklisting:
01. Hora suprema
02. (Der Tod einer Mutter) Lady Medusa of Suffer
03. (Der Tod einer Hoffnung) Window to a better Past
04. (Der Tod einer Schönheit) Nänie
05. (Der Tod eines Soldaten) Lili Marleen
06. (Der Tod eines Ich) Just a Mirror
07. (Der Tod eines Lebens) Life is Sand
08. (Der Tod einer Kultur)
09. (Der Tod eines Glaubens) Hinnen fuor der sun ze helle
10. (Der Tod) Boring Duty
11. (Der Tod der Zuversicht) Pack of Lies
12. Passing Time
Rezension: Ulf Müller
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