2012-01-08 22:13 von Andreas Saulig (Kommentare: 0)
CD-Review: HATESPHERE – The Great Bludgeoning
Das Schicksal meinte es bislang nicht sonderlich gut mit der dänischen Death-Trash-Metal-Formation HATESPHERE. Zwar haute man regelmäßig respektable Alben raus, die bei Presse und Publikum wohlwollenden Anklang finden. Jedoch der ganz große und entscheidende Durchbruch blieb den Nordmännern bislang versagt. Das lang unter anderem daran, dass sich die Band zumeist selbst im Weg stand. Das Besetzungskurrassel kreiste nicht nur, sondern raste förmlich kurz vor der Aufhebung der Schwerkraft. Nun soll also alles besser werden mit dem neuen Anlauf „The Great Bludgeoning“. Für das Mikro hat man den jungen Esben „Esse“ Hansen rekrutiert, der mit seiner vielseitigen und variablen Stimme schon gleich mal eine beeindruckende Duftmarke an den Mikroständer pieselt. Überhaupt ist „The Great Bludgeoning“ wieder einmal ein zumindest ansprechendes Machwerk geworden. Aggressiver Trash und melodische Death-Passagen gehen hier eine zutiefst sündige Verbindung ein. Wobei die Melodie hier eindeutig die zweite Geige spielt. Überwiegend poltert, wütet und röhrt „Esse“ seinen Zorn in die Welt und messerscharfe Riffs tun das Übrige dazu.
Vielleicht haben die vielen Verwerfungen im Bandgefüge doch etwas Positives bewirkt: HATESPHERE haben den Arsch voll Wut und knüppeln diese auch unbarmherzig heraus. Das wirkt alles sehr authentisch und niemals in irgend einer Art und Weise gekünstelt aufgesetzt. Zu Recht ist „The Great Bludgeoning“ ein selbstbewusstes und aufrechtes Album geworden. Für den guten Ton sorgt die lupenreine Produktion von Tue Madsen, die sich auf technisch höchstem Niveau bewegt, aber dennoch die wütende Attitüde bewahrt. Mit „The Great Bludgeoning“ haben HATESPHERE den Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt. Bleibt zu hoffen, dass man nun endlich etwas Ruhe ins Bandgefüge kriegt.
Trackliste:
01. The Killer
02. Venom
03. Smell Of Death
04. Decayer
05. The Wail Of My Threnode
06. Resurrect With A Vengeance
07. The Great Bludgeoning
08. Need To Kill
09. Devil In Your Own Hell
Rezension: Jochen Gehler
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