Konzert-Review: Vlad In Tears am 10.11. und 11.11.2011 in Berlin

2011-12-13 00:04 von Andreas Saulig (Kommentare: 0)

Vlad In Tears am 10.11. und 11.11.2011 in Berlin


Berlin ist immer eine Reise wert, so auch in diesem Falle wo wir uns mal wieder auf den Weg in die Hauptstadt machten. Aber der eigentliche Grund war nicht die Hauptstadt, sondern die fantastische Band VLAD IN TEARS aus Italien. Denn die vier charmanten Italiener hatten zu ihrer Release Party ihres neuen Albums „Welcome To Vladyland“, sowie einer kleinen Akustik Show eingeladen. Los ging es am 10. November im Gibson Showroom, mit einem kleinen aber feinen Akustikauftritt der Jungs. Da es eine sehr kleine Location war, war es nur für Leute die sich vorher für diese Show angekündigt haben. Dadurch das alles im kleinen gemütlichen Rahmen stattfand, kam absolutes Wohnzimmer-Feeling auf, einfach göttlich. Kurz bevor es los ging, widmete sich Holger Mordhorst, Manager der Band zu dem Publikum und eröffnete das Konzert mit einer kleinen Ansprache. Auf der kleinen Bühne befand sich ein großes schönes Klavier an dem sich Kris, der Sänger der Band sogleich platzierte und mit einem einleitendem Klavierspiel die Gäste verzauberte. Dann ging es los mit dem ersten Stück, der herzzerreißenden Ballade „You Will Burn My Dream“, von ihren letzten Album „Underskin“. Es war ein absolut gigantisches und überwältigendes Erlebnis, da er eine solche Kraft in der Stimme hatte und dieses Stück voller Gefühl und Leidenschaft verkörperte. Da war Gänsehaut von Kopf bis Fuß natürlich vorprogrammiert.

Anfangs noch allein auf der Bühne, stieß als erstes Lex mit hinzu und später auch Dario sowie Alex. Es folgten ältere Stücke wie „The Woods Of Madness“ sowie natürlich auch Sachen vom ihren neuen Album „Welcome To Vladyland“, wie ihre neue Single „Here Comes The Rain“ und „Circus On The Moon“, von dem ich mehr als begeistert war. Die Herren haben diesen Song absolut genial arrangiert, ich hätte wirklich niemals gedacht das das Stück akustisch so fantastisch umgesetzt werden kann. Dies war ein absolut unvergessliches Erlebnis, das leider nur viel zu kurz war, aber es sollte ja auch nur als kleine Vorstellung der Band dienen. Aber ganz vorbei sollte es dann doch noch nicht sein, schließlich stand am nächsten Tag noch ein weiteres Konzert der Italiener an, diesmal allerdings in gewohnter Lautstärke.

Somit ging es am 11.11.2011 dann in voller frische auf ins Hard Rock Cafe, eine wirklich nette, gemütliche Location. Einziger Störfaktor war, das es vor der Bühne nur Sitzplätze gab die ausschließlich für Gäste reserviert waren, die etwas Essen wollten. Nun gut, dies tat der guten Stimmung zum Glück keinen Abbruch und kurz vor Show beginn gabs dann auch einen Tisch für uns genau vor der Bühne, dank Holger. Um kurz nach 21Uhr ging es dann auch endlich los. Zum Anfang gab es passend zum neuen Album Rummelmusik, eine nette Dame mit Leierkasten eröffnete somit das Konzert. Danach ging es sogleich mit dem ersten Song „Forbidden Dream“ in die Vollen. Beim ersten Song gab es leider noch ein paar Probleme mit dem Sound, was aber sehr schnell behoben wurde. Mit dem nächsten Song „My Wreck“, rockten die Jungs die Bühne und waren mit vollem Herzblut dabei. Sie hielten ständigen Augenkontakt mit ihren Fans und liebten es diese nebenbei anzuheizen. Die vier hatten sichtlich viel Spaß auf der Bühne und man konnte richtig sehen das sie ihre Musik leben, so wie es natürlich auch sein sollte. Auch bei den weiteren Tracks gab es keine Zeit zum Luft holen, ob bei „Circus On The Moon“, „At The End Of The World“ oder ihrer aktuellen Single „Here Comes The Rain“, die vier gaben alles und auch das Publikum war voller Elan mit dabei und sang und tanzte fleißig mit. Und natürlich präsentierten sie nicht nur fantastische Rock Nummern, nein auch etwas ruhigeres stand mit auf dem Programm wie in etwa mit dem wunderschönen „The Woods Of Madness“. Aber nicht nur eigene Songs waren an diesem Abend mit von der Partie, auch eine Cover Version von Mister Marilyn Manson hat es mit auf die Setlist geschafft. Mit „The Nobodies“ zeigten die Italiener das sie sich auch getrost an eine Nummer wie diese wagen können, perfekt performt und umgesetzt. Einfach klasse!

Nach einer bezaubernden einstündigen Show bleibt nur zu hoffen, das wir die Herren von VLAD IN TEARS schnellstmöglich wieder auf deutschen Bühnen erleben werden.


Setlist:
1. Forbidden Dream
2. My Wreck
3. The Nobodies (MM Cover) 4. The Woods Of Madness
5. After All
6. Circus On The Moon
7. At The End Of The World 8. Here Comes The Rain
9. You'll Come Back To Me 10. My Curse 


Text & Foto: Diana Pohl

 

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